Internet in Japan: Wie du als Tourist online kommst
In Japan hast du vier Optionen: das öffentliche WLAN, das unzuverlässig ist und eine Registrierung verlangt; eine japanische Daten-SIM, die man mit Schlangestehen am Flughafen kauft; ein gemietetes Pocket WiFi, das man abholen und zurückgeben muss; oder eine eSIM, die du zu Hause vor dem Abflug installierst. Was du als Tourist nicht kannst: eine japanische Leitung mit Telefonnummer abschließen — das Gesetz verlangt einen Wohnsitz.
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Du suchst das Gleis der Yamanote-Linie in der Tokyo Station. Es gibt fünf Ebenen, zwanzig Gleise und wunderschöne Schilder, auf denen nichts steht, was du lesen kannst. Ein großartiger Moment, um festzustellen, dass das Bahnhofs-WLAN eine Bestätigungs-E-Mail verlangt, die du nur empfangen kannst, wenn du Internet hast.
Das öffentliche WLAN in Japan
Es existiert und ist besser als vor zehn Jahren, aber weiterhin unzuverlässig. Es gibt welches in den Café-Ketten, in den Convenience Stores, in vielen großen Bahnhöfen und in manchen Zügen. Fast immer muss man sich mit einer E-Mail-Adresse registrieren und Bedingungen akzeptieren, manchmal bei jeder Verbindung aufs Neue.
Das Problem ist nicht die Abdeckung, sondern wo du sie brauchst. Das WLAN ist drinnen in den Läden, und du brauchst Maps draußen auf der Straße, an der Kreuzung, auf der Suche nach dem Ausgang. Es taugt als Notnetz, nicht als Plan.
Die japanische SIM
Hier gibt es ein Missverständnis, das man ausräumen sollte. In Japan kannst du als Tourist keine Prepaid-Leitung mit japanischer Nummer kaufen: Die Vorschriften verlangen einen Wohnsitznachweis. Was an Ausländer verkauft wird, sind reine Datenkarten mit einer Gültigkeit von einigen Tagen, an Flughafenschaltern und in manchen Elektronikläden.
Sie funktionieren gut. Die echten Kosten liegen woanders: nach einem langen Flug Schlange stehen, die Öffnungszeiten des Schalters, und die eigene SIM aus dem Handy nehmen, um eine andere einzulegen — womit du für die Dauer der Reise ohne deine Nummer dastehst.
Das Pocket WiFi
Der japanische Klassiker: ein tageweise gemieteter Taschenrouter. Er versorgt mehrere Geräte gleichzeitig, das ist sein echter Vorteil, wenn ihr als Gruppe reist. Dafür ist er ein Objekt: zu Öffnungszeiten abholen, jede Nacht laden, mit sich herumtragen und am letzten Tag zurückgeben.
Die eSIM
Eine Karte, die man herunterlädt. Du kaufst sie von zu Hause aus, installierst sie im WLAN deines Wohnzimmers, und bei der Landung verbindet sie sich von selbst über NTT docomo, Rakuten Mobile, KDDI/au und SoftBank. Deine spanische Nummer bleibt drin und empfängt weiter Anrufe und WhatsApp, denn die eSIM läuft als zweite Leitung. Für Japan ab 2,90 € für 7 Tage mit 1 GB.
| Option | Aufwand | Deine spanische Nummer | Wann sie die richtige ist |
|---|---|---|---|
| Öffentliches WLAN | Registrierung, jedes Mal | Bleibt drin | Als Ergänzung, nie als Plan |
| Japanische Daten-SIM | Schlange und Schalter bei Ankunft | Fliegt aus dem Handy | Wenn dein Handy kein eSIM unterstützt |
| Pocket WiFi | Abholen, laden, zurückgeben | Bleibt drin | Wenn ihr zu viert oder mehr reist |
| eSIM | Keiner bei Ankunft | Bleibt drin, als zweite Leitung | Wenn du allein oder zu zweit reist |
Was dir fast niemand erzählt
- Japan ist viel mehr Bargeldland, als du erwartest, und um vielerorts mit dem Handy zu zahlen, braucht es eine Verbindung.
- Google Maps funktioniert mit dem japanischen Nahverkehr gut, braucht aber Daten zum Neuberechnen. Die Offline-Karte herunterzuladen hilft — und reicht nicht.
- Der Übersetzer mit der Kamera ist die App, die du am meisten nutzen wirst, und online funktioniert er deutlich besser.
- Der Mobilfunkempfang im Shinkansen ist gut, außer in den langen Tunneln. In den Bergdörfern sinkt er, und zwar für alle Karten gleichermaßen.
Gibt es an den Flughäfen in Japan gratis WLAN?
Ja, in Narita, Haneda und Kansai gibt es kostenloses WLAN. Es funktioniert meist gut, kann aber eine Registrierung verlangen und ist überlastet, wenn mehrere Flüge nacheinander landen. Rechne damit, um Bescheid zu geben, dass du gelandet bist — nicht, um in Eile eine eSIM zu installieren.
Kann ich eine japanische SIM mit Telefonnummer kaufen?
Als Tourist nicht. Die japanischen Vorschriften verlangen für eine Leitung mit Nummer einen Wohnsitznachweis. Was du kaufen kannst, sind reine Datenkarten — dasselbe, was eine eSIM bietet.
Funktioniert Google Maps gut in Japan?
Sehr gut, samt Nahverkehr mit Zugzeiten und Gleisangabe. Es braucht eine Verbindung, um Routen neu zu berechnen und für die Echtzeit-Fahrpläne.
Wie viele Gigabyte verbraucht eine normale Japan-Reise?
Zwischen 2 und 4 GB in zwei Wochen, wenn du Maps, Übersetzer und Messenger nutzt und Video und Uploads dem Hotel-WLAN überlässt. Bei täglich Social Media rechne mit 3 bis 5 GB.
Etwas stimmt nicht oder ein Preis hat sich geändert? Schreib an ayuda@zasesim.com, und wir korrigieren es. Daten bei der Landung.